Weitere Infos
 

      Neue Versichertenkarte der Krankenkassen

                        Wichtige Hinweise zu Risiken und Nebenwirkungen von grundrechte.ch

E-Versichertenkarte

Ab Januar 2010 verlangt der Bundesrat von den Krankenversicherungen die Einführung einer elektronischen Versichertenkarte (E-Versichertenkarte) für die obligatorische Krankenpflegeversicherung. Hinter Schlagworten wie «Patientensicherheit», «Effizienzsteigerung» oder «Kostensenkung beim Gesundheitssystem» verbergen sich Bestrebungen zur noch umfassenderen Kontrolle und elektronischen Überwachung der PatientInnen und letztlich zur Ratonierung im Gesundheitswesen.

In erster Linie haben die Krankenversicherungen ein grosses Interesse an dieser Karte, denn sie bestimmen, ob eine E-Versichertenkarte noch gültig ist oder nicht. Mit der online-Kontrolle über Arztbesuche können sie schneller als bisher weitere Behandlungen in Frage stellen, verhindern oder die Vergütung der Kosten sperren lassen - etwa wenn jemand mit der Prämienzahlung im Rückstand ist. Die für Januar 2010 vorgesehene E-Versichertenkarte dient also in erster Linie den Krankenversicherungen für eine stärkere Kontrolle ihrer Versicherten.

Für die PatientInnen, die ÄrztInnen oder das Pflegepersonal bedeutet sie in erster Linie mehr Bürokratie bzw. eine Elektronifizierung der Pflege und Gesundheitsberatung. Vor allem aber ist die neue E-Versichertenkarte die Vorläuferin des geplanten «elektronischen Patientendossiers» im Rahmen von eHealth. Der gläserne Patient wird Realität.

Gesundheits- oder eben Krankendaten sind begeehrte Informationen: Immer wieder und immer häufiger werden Fälle bekannt, wo auch Arbeitgeber eigene Krankheitsfichen über ihre Mitarbeitenden anlegen und gegebenenfalls untereinander austauschen. Der flächendeckende Zugriff auf unsere Gesundheitsdaten ist längst kein Hirngespinst mehr. Die Krankenversicherungen und weitere Kontroll-Player im weiten Netz der Gesundheitsbranche werden dereinst mithilfe der elektronisch gespeicherten Krankheits-Daten auf Karten oder mittels online-Abfragen im Internet problemlos zu vertraulichen Informationen kommen. Das Arztgeheimnis - und damit auch das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und PatientIn - steht unter enormem Druck. Unsere Arzt- oder Apothekenbesuche oder Physiotherapiestunden könnten lückenlos fichiert werden. Online-Abfragen von Krankheits- oder Behandlungsdaten durch die Krankenkassen würde diesen in Zukunft ermöglichen, umgehend zu intervenieren und damit sowohl auf die behandelnden ÄrztInnen als auch auf die PatientInnen noch mehr Druck auszuüben, Behandlungen zu stoppen, PatientInnen auszuschliessen oder eben Behandlungen zu rationieren.

Mit der «Packungsbeilage zur E-Versichertenkarte» von grundrechte.ch erhalten Sie nützliche Tipps zum Umgang mit Ihren persönlichen Gesundheitsdaten.

Höhren Sie auch den Beitrag von Radio Rabe vom 13. April 2010.

Bestellung
«Packungsbeilage zur E-Versichertenkarte»

Name / Organisation:
Vorname:
Adresse (Strasse):
Postleitzahl:
Ort:
  
Ich bestelle 2 «Packungsbeilagen» für total 10 Franken.
Ich bestelle 5 «Packungsbeilagen» für total 20 Franken.
Ich bestelle 10 «Packungsbeilagen» für total 30 Franken.


Anfragen für grössere Stückzahlen bitte im Kommentarfeld eingeben.
  
Bitte senden Sie mir Unterlagen zum Verein «grundrechte.ch».
Bitte senden Sie mir einen Einzahlungsschein für eine Spende.
Kommentar:
  

Damit das Formular nicht automatisch von einem «Spam-Bot» ausgefüllt werden kann, bitte die nachfolgende Zahl ins Feld eingeben.

Verifizierungscode